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ASFINAG errichtet Grünbrücke über Innkreisautobahn

13. Oktober 2026

Eine besondere Baustelle sorgt seit dem heurigen Sommer für Aufmerksamkeit an der A8 Innkreisautobahn bei Aistersheim, wo von der ASFINAG mit dem Bau einer Grünbrücke das letzte Kapitel der Generalerneuerung für diesen Straßenabschnitt aufgeschlagen wurde.

A8 Grünbrücke

(Quelle: Öo. Umweltanwaltschaft)

Im Jahr 2011 ergingen die behördlichen Genehmigungen für den Ausbau der A8 zwischen den Anschlussstellen Meggenhofen und Haag am Hausruck. Im Naturschutzbescheid wurde auf Initiative der Oö. Umweltanwaltschaft auch die Errichtung einer Grünbrücke vorgeschrieben, da die Autobahn in diesem Bereich einen überregionalen Wildtierkorridor kreuzt und Wanderbewegungen, die für den genetischen Austausch zwischen Wildtierpopulationen wesentlich sind, damit verunmöglicht.

Grünbrücken sind Querungshilfen, die Wildtieren ein gefahrloses Überwinden von stark befahrenen Straßen oder Eisenbahnstrecken ermöglichen sollen. Es handelt sich um technische Bauwerke, die nach naturschutzfachlichen und wildtierökologischen Kriterien zu gestalten sind, damit diese von den Tieren auch angenommen und genutzt werden können. Europaweit wurden in den letzten Jahren intensive Anstrengungen unternommen, unterbrochene Wildtierwege wieder passierbar zu machen und den Lebensraumverbund durch den Bau von Querungshilfen (wieder) herzustellen.

Mit der „Dienstanweisung Lebensraumvernetzung Wildtiere“ hat das Verkehrsministerium (BMVIT) bereits im Jahr 2006 nicht nur die verpflichtende Errichtung von Wildquerungshilfen an Neubaustrecken, sondern auch die Nachrüstung an Bestandsstrecken bis zum Jahr 2027 vorgegeben. Die Dienstanweisung sah dabei auch Nachrüstungsvorschläge an der Innkreisautobahn vor, die von der Oö. Umweltanwaltschaft im Vorfeld zur Studie „Wildtierkorridore in Oberösterreich“ geprüft wurden. Mit dem Ergebnis, dass deren wildökologische Funktionsfähigkeit mangels entsprechend konkreter Standortsicherung gefährdet ist und ein rasches Handeln folglich geboten war.

Indem die Nachrüstung einer Grünbrücke mit der naturschutzrechtlichen Bewilligung der Generalerneuerung der Innkreisautobahn verknüpft wurde, konnten der Standort abgesichert und die weiteren Planungs- und Umsetzungsschritte vorgegeben werden. Dem vereinbarten Zeitplan folgend wurde das Projekt von der ASFINAG bearbeitet und weiterentwickelt. Mit der noch für heuer geplanten Fertigstellung der Querungshilfe kann nunmehr eine wesentliche Lücke im überregionalen Lebensraumverbund geschlossen werden.